Einfache POWERLINK Anbindung jetzt auch mit Anybus Modulen
HMS, mit Sitz in Halmstad, ist Marktführer bei Kommunikations-Schnittstellenprodukten für industrielle Anwendungen. Seine Anybus Module erleichtern Automatisierungsentwicklern die Herstellung der Kompatibilität zu einer großen Palette von Feldbussen und Ethernet-basierten Feldnetzwerken. Mit der zur Messe SPS/IPC/DRIVES 2011 erstmals vorgestellten Ergänzung um den POWERLINK Standard werden Anybus Module vollends ihrem Namen gerecht. Für Staffan Dahlström, Generaldirektor der HMS Industrial Networks AB, ist dies der Anfang einer engen Zusammenarbeit mit B&R und der Ethernet POWERLINK Standardization Group EPSG. Diese Innovation steigert auch die Verfügbarkeit fertiger POWERLINK Produkte.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1988 ist die HMS Industrial Networks AB an vorderster Front der Kommunikationstechnik, insbesondere für den Maschinenbau. Das von Nicolas Hassbjer gegründete (HMS = Hassbjer MicroSystems) schwedische Unternehmen brachte mit „Anybus" eine Netzwerkkarte auf den Markt, die jedes Gerät mit praktisch jedem Netzwerk verbindet.
21 Jahre später entwickeln und produzieren mehrere hundert HMS Mitarbeiter Hardware, die Geräteherstellern hilft, Kompatibilität mit einer großen Palette von Feldbussen und Industrial Ethernet-basierten Netzwerken anzubieten. Hauptproduktfamilien sind die Anybus CompactCom Familie von Steckkartenschnittstellen, Anybus Master/Slave Einbaumodule und Anybus-IC DIL-32 platinenmontable Netzwerkschnittstellen zur Integration in industrielle Automatisierungsanlagen. Das Programm wird vervollständigt durch Anybus Communicator Protokollkonverter und durch das Anybus X-Gateway für die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Netzwerken. Damit ist HMS weltweit der führende Anbieter industrieller Kommunikationslösungen, die aus Hard- und Software für das Übersetzen von Daten zwischen industriellen Anlagen und den verschiedenen Netzwerken auf dem Markt bestehen.
Anlässlich der Messe SPS/IPC/DRIVES 2011 beantwortete HMS Generaldirektor Staffan Dahlström einige Fragen in Bezug auf HMS Produkte im Allgemeinen und die POWERLINK Anbindung im Besonderen:
automotion: Warum sollte ein Unternehmen, das industrielle Automatisierungslösungen entwickelt und herstellt, Anybus Hardware kaufen anstatt das Netzwerk bzw. die Feldbustechnik direkt anzubinden?
Dahlström: Anybus bietet auf verschiedenen Gebieten einen Kundennutzen. Mit der Anybus Technologie können HMS Kunden ihre Konstrukteure von ziemlich anspruchsvollen Aufgaben, die eigentlich außerhalb ihrer Kernkompetenzen liegen, entlasten. Dadurch können sich diese besser auf ihre eigentlichen Konstruktionsziele konzentrieren. Mit Anybus braucht man zur Schaffung einer Multiprotokoll Schnittstelle für Feldbus und Industrial Ethernet nur einen Entwicklungsschritt. Und ein Anybus Modul von der Stange, das nur in die Hardware des Kunden gesteckt zu werden braucht, macht diese Integration auch bei geringen Mengen praktikabel. Zusätzlich ist angesichts eines scharfen Wettbewerbs die durch stark verkürzte Entwicklungszeiten reduzierte Time-to-Market eine starke Motivation für Firmen im Kampf um Marktanteile.
automotion: In welchen Anwendungen sehen Sie den größten Bedarf an POWERLINK Kompatibilität?
Dahlström: Unser Kundenstamm umfasst ein breites Spektrum von Industriegeräteherstellern. Aktuell sind mehr als 900 verschiedene Produkttypen mit Anybus ausgestattet. Einen Bedarf an POWERLINK sehen wir generell in industriellen Automationsanwendungen, insbesondere bei Hochleistungsmaschinen, da diese eine Netzwerktechnologie benötigen, die hohe Zuverlässigkeit mit schnellem Datentransfer verbindet.
automotion: Aus welchen geographischen Märkten erwarten Sie die größte Nachfrage nach POWERLINK Anwendungen?
Dahlström: Da wir uns in der industriellen Automatisierung in Richtung eines globalen Marktes bewegen, erreichen uns Nachfragen zu POWERLINK von Kunden aus China im Osten bis hin zu Kunden aus den USA im Westen. Die größte Nachfrage herrscht jedoch immer noch auf dem zentraleuropäischen Markt mit seiner starken Position als globaler Spitzenreiter bei hoch entwickelten Maschinen und Anlagen.
automotion: Wie sieht der Zeitplan für die Verfügbarkeit von Anybus mit POWERLINK aus?
Dahlström: Als unser erstes Produkt, das dieses Protokoll unterstützt, wurde Anybus CompactCom auf der SPS/IPC/DRIVES 2011 in Nürnberg vorgestellt. Eine Lieferung von Prototypen an Erstkunden erfolgt in Kürze.
„Für POWERLINK Anwender ist dies eine großartige Neuigkeit und wir freuen uns, diese starke Beziehung zu HMS aufbauen zu können", bemerkt Stefan Schönegger, BU Manager Open Automation Technologies bei B&R und Geschäftsführer der Ethernet POWERLINK Standardization Group (EPSG). „Anybus Module für POWERLINK bereichern den OEM Maschinenanlagenmarkt unmittelbar um 900 zusätzliche kompatible Produkte von einer breiten Palette von Automatisierungsgeräte-Herstellern.
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Das hervorragende Engagement, mit dem B&R hinter POWERLINK steht und die Technologie unterstützt, half uns bei der Entscheidung zugunsten einer Integration dieses Standards, sagt Staffan Dahlström, Generaldirektor von HMS Industrial Networks AB (links). Stefan Schönegger, BU Manager Open Automation Technologies bei B&R und Geschäftsführer der Ethernet POWERLINK Standardization Group (EPSG), gefällt die Idee, dass die Anybus Integration 900 weitere ausgezeichnete Automations-Hardwareprodukte zur einfachen Integration in POWERLINK-basierte Systeme verfügbar macht.
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